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Gerecht handeln lernen
10 Jahre lebens.werte.schule

Zur Festveranstaltung 10 Jahre lebens.werte.schule, der ältesten religionspädagogischen Kooperationsschiene zwischen der Katholisch-Theologischen, der Evangelisch-Theologischen Fakultät und der KPH Wien/Krems, begrüßten am 15.6.2018 im Stephanisaal Univ.-Prof. Andrea Lehner-Hartmann (KTF), Ao. Univ.-Prof. Robert Schelander (ETF) und Vizerektor Thomas Krobath (KPH Wien/Krems).
Univ.-Prof. Dr. Judith Könemann (Münster) entfaltete in ihrem Festvortrag die Grundlagen der gegenwärtigen Diskurse zur Bildungsgerechtigkeit und betonte als eine ihrer religionspädagogisch-ethischen Konsequenzen die Handlungsdimension: Es müsse auch gelernt werden, gerecht zu handeln.
Nach einem Rückblick auf Highlights und Themen von 10 Jahre lebens.werte.schule bekam Univ.-Prof. i.R. Martin Jäggle eine Torte zu seinem 70. Geburtstag überreicht. Dieser „runde Geburtstag“ eines der Gründungsväter der Initiative und das Jubiläum von lebens.werte.schule selbst wurden im Anschluss noch bei einem kleinen Buffet gefeiert.
Die Mitwirkenden der Initiative lebens.werte.schule erforschen seit 10 Jahren demokratiefähige und differenzsensible Projekte in Schulen und widmen sich den verdrängten religiösen und ethischen Dimensionen in Schulkultur und Schulentwicklung. Die Initiative nahm 2004 ihren Ausgang in einer LV von Martin Jäggle und Thomas Krobath zu "Schulentwicklung und Religion" an der Universität Wien. Die spannungsreiche Diskussion zum Verhältnis von Schulentwicklung und Religion eröffnete neue Fragen nach religiösen Dimensionen in der Schule, nach Schulkultur, Würde, Anerkennung bis hin zur inklusiven Schule. Die Initiative lebens.werte.schule startete 2008 mit einem großen internationalen Symposium zum Thema „Religiöse Dimensionen in Schulkultur und Schulentwicklung“, gefolgt vom noch größeren internationalen Kongress zur „Kultur der Anerkennung“ 2012. Dazu gab es Forschungsprojekte und Forschungskolloquien (zuletzt 2016 zur inklusiven Schule) sowie die daraus erwachsenden Publikationen. Das wichtigste Kontinuum ist die 2008 begonnene Vortrags- und Diskussionsreihe „Forum lebens.werte.schule“, in der in loser Folge bislang 30 Mal von profunden ReferentInnen aus Deutschland, Schweiz und Österreich sehr unterschiedliche und hoch spannende Impulse gesetzt wurden.


„Inklusion in/durch Bildung? Religionspädagogische Zugänge“
Nachlese der Buchpräsentation am 20. April 2018

Das Ergebnis einer intensiven, breiten Auseinandersetzung der Initiative lebens.werte.schule mit dem Themenbereich „Inklusion und (religionspädagogische) Bildung“ wurde am Freitag, 20. April 2018 in der Buchhandlung Herder sichtbar.
Im druckfrischen Band „Inklusion in/durch Bildung? Religionspädagogische Zugänge“, der an diesem Abend präsentiert wurde, spiegeln sich die Erkenntnisse des Diskurses, der von der Initiative mit Forscher/inne/n der Religionspädagogik verschiedener Provenienz, der Bildungswissenschaften und der Musikpädagogik aufgenommen wurde. Durch die beteiligten Personen sind Perspektiven aus sechs mitteleuropäischen Ländern präsent. Aufruhend auf bildungswissenschaftlichen und religionspädagogischen Fundierungen zur Thematik sind religionsdidaktische Konkretisierungen und Forschungsergebnisse zu Haltungen von Lehrpersonen bzw. Schulgemeinschaften zu Inklusion zu finden.
Die Ergebnisse des Bandes wurden von Mag. Karl Schiefermair (Ev. Oberkirchenrat) aus der Perspektive der Evangelischen Kirche und Mag. Maria Schelkshorn-Magas (Leiterin des kath. Schulzentrums Friesgasse) aus der Sicht einer für Pluralität sensiblen Schulwirklichkeit reflektiert bzw. weitergedacht.
Für sprühende Lebendigkeit sorgte besonders die „Polgar Inclusive Band“, die den Abend musikalisch umrahmte.

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